Aktuell

Eine gruppe von Revolutionären in Dorfen 1918/1919Mit Vorträgen, einer Lesung und musikalischen Beiträgen erinnern wir an die Revolution vor 100 Jahren, als in Bayern die Monarchie gestürzt und der Freistaat ausgerufen wurde.

Wie kam es zur Revolution in Bayern am 7. November 1918 und wer war daran beteiligt?

Welche Folgen hatte sie und was veränderte sich für die Frauen?

Was geschah in Dorfen und welche Rolle spielte damals Georg Escherich aus Isen?

Darüber informieren Eva Maria Volland, Günter Baumgartner, Andreas Salomon und Schorsch Wiesmaier. Christian Theis liest aus dem Tagebuch des Arztes Rudolf Schollenbruch „Auf der Flucht“ (durch den Landkreis Erding). Das Isener Gitarrenduo  (Leonhard Michael Seidl und Wofgang Paul) spielt dazu Lieder auf der Gitarre und Stefan Brandhuber moderiert das Ganze.

Ort: Jakobmayer-Saal, Dorfen
Datum: Mittwoch, 14.11.18
Beginn. 19:30 Uhr
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Dorfen und AG International Dorfen
Eintritt fre

Download Folder (mit Programm, pdf)
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Die Geschichtswerkstatt Dorfen gedenkt an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten. Im Mai 1933 loderten in vielen deutschen Städten, zum Beispiel auch in Wasserburg und Rosenheim, große Feuer. Dem Regime missliebige Bücher wurden verbrannt.
Zur Erinnerung daran wird am Freitag, den 11. Mai 2018 in der Dorfener Buchhandlung aus den Werken damals verbotener Autorinnen und Autoren aus Bayern gelesen.

Nach einem jeweils kurzen biographischen Überblick werden Texte von Kurt Toller, Marie-Luise Fleißer, Annette Kolb, Erika Mann und Eva Leidmann, die ihre Kindheit und Jugend in Mühldorf verbrachte, vorgetragen.

Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt.

Beginn: 19:30 Uhr
Ort: Dorfener Buchhandlung, Unterer Markt 1
Veranstalter: Geschichtswerkstatt Dorfen und Dorfener Buchhandlung
Der Eintritt ist frei.

Ältere Dorfnerinnen und Dorfner können sich noch gut an ihre Schulzeit während des Nationalsozialismus erinnern. Aus der Zeit von 1933-1945 gibt es außerdem Schulchroniken, Schulhefte und Schulbücher.
Über damalige Lehrer (vor allem Rektor Achatz und Hauptlehrer Poschner) liegen in Archiven Materialien vor.

Auf Grundlage dieser Quellen referieren:
Schorsch Wiesmaier, Heidi Oberhofer-Franz und Hans Elas

Dienstag, den 20. Februar
20.00 Uhr
Gasthaus am Markt,  Unterer Markt 38, Dorfen

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Dorfen in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Kreisverband Erding

Zeitgleich mit unserer zweiten Veranstaltung - "Gegen den Strom - Verweigerung, Widerstand und Verfolgung während des Nationalsozialismus - Geschichten aus Dorfen" - am 7. November 2017 ging auch diese neue Website online. Sie wird künftig die Ergebnisse der Geschichtswerkstatt Dorfen (GWD) dokumentieren, Dokumente zur Kommentierung bereitstellen und mit der Zeit immer umfangreicher werden.

Zum Auftakt finden Sie hier bereits die Kurzbiographien derjenigen Personen, die wir auf der Veranstaltung am 7.11.17 vorgestellt haben:

Maria Stöbeck

ist 1894 in Wetzling bei Taufkirchen geboren. Mit ihrem Mann, einem „Karrer“ eröffnete sie in Dorfen in der damaligen Hindenburgallee, dem heutigen Bahnweg, einen „Kolonialwaren-laden.“ Im November 1939, nach dem Attentat von Georg Elser auf Hitler im Bürgerbräukeller, äußerte sie sich in Anwesenheit von Kundinnen abfällig über Hitler. Sie wurde daraufhin denunziert und verhaftet. Weil die Zeuginnenaussagen nicht eindeutig waren, kam sie nach über einem Monat wieder frei und konnte ihren Laden weiter führen.
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Andreas Dörr

ist 1907 in Stollnkirchen, damals Gemeinde Schwindkirchen geboren und war Schuhmachergehilfe.1935 arbeitete und wohnte er in München. Dort wurde er wegen des „Empfangnehmens“ von illegalen Schriften der KPD verhaftet und der „Vorbereitung zum Hochverrat“ beschuldigt. Nach einem Jahr und zwei Monaten Gefängnisaufenthalt wurde er im November 1936 in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Erst nach zwei Jahren kam er wieder frei und lebte dann mit seiner Frau und ihren gemeinsamen drei Kindern in Dorfen. Er wurde Soldat und kam im 2. Weltkrieg zu Tode.
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Andreas Ostermeier

ist 1903 in Dorfen geboren. Er arbeitete zuerst in der Landwirtschaft, dann bei der Firma Meindl. Dort verlor er bei einem Arbeitsunfall den rechten Unterarm. Er war führend in der Dorfener KPD tätig. 1933 war er deswegen fünf Wochen in „Schutzhaft“. Während der NS-Zeit unterlag er dauernder polizeilicher Beobachtung. Er betätigte sich auch nach 1945 weiter politisch. 1966 wurde er im Gasthaus Platschka ( heute Lebzelter) erstochen.
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Franz Winkler

aus Eglafing ist 1876 in geboren. Er war Bauer. 1937 schrieb er anonyme Briefe, in denen er das NS-Regime heftig angriff, an den damaligen Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Georg Erhard und an den Propagandisten der NSDAP und Leiter der Knabenschule Josef Achatz. Nach aufwändigen Nachforschungen wurde er anhand von Schriftproben überführt, im September 1937 verhaftet und in das Dorfener Gefängnis eingesperrt. Nach einigen Monaten Aufenthalt kam er Mitte Januar 1938 wieder frei. Im Falle einer Fortsetzung seiner Aktivitäten wurde ihm „die Einlieferung in das Konzentrationslager Dachau auf unbestimmte“ Zeit angedroht.
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