Dr. Riedl in seiner Funktion als Erdinger Landrat

 

(1908 - 1988)

 

 Klosterschule Schäftlarn

Priesterseminar der Kapuziner in Burghausen

1926 Jurastudium in München, als Werkstudent bei Wacker Burghausen

1932 Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft München, Relegation

Autobahnbau, zwischendurch immer wieder arbeitslos

verfasste mit anderen Flugblätter gegen die Nazis, ein halbes Jahr in U-Haft

Dez. 1936 wg. Vorbereitung zum Hochverrat zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, wehrunwürdig, bis Kriegsende verschiedene Aushilfstätigkeiten

Gemäß Verfügung der Amerikanischen Militärregierung vom 5. November 1945 wurde Dr. Alfred Riedl zum neuen Landrat des Landkreises Erding bestimmt. Seine Amtszeit beendete er am 3.Juni 1946, nachdem der Kreistag seinen Vorgänger Max Lehmer (CSU) zum  Nachfolger gewählt hatte.

1946 Stellv. Landrat in Schrobenhausen, Leiter einer Spruchkammer in Ingolstadt, Beendigung des Jurastudiums

1950 Referendariat bei der Regierung von Oberbayern

ab 1953 Landratsamt Memmingen, Verwaltungsgericht Augsburg, Richter am Verwaltungsgericht Bayreuth

stellvertr. Präsident des Verwaltungsgerichtes  Bayreuth

 

"Hanebüchene Gerüchte, Halbwahrheiten und krasse Fehlinterpretationen der damaligen Ereignisse führten wohl dazu. dass Riedl aus der Geschichte des Landkreises bis auf Name, Unterschrift, Funktion und falsche Angaben seiner Dienstzeit erfolgreich getilgt wurde." S. Hermanski, U. Schwager in "Der vergessene Landrat", SZ, 8./9. 3.97)

Der Lebenslauf von Alfred Riedl("der vergessene Landrat") wird sukzessive ergänzt.